• Mit Pfiffen und Protestrufen wurden am Samstag die Gäste des CDU Neujahrsempfangs in Düsseldorf empfangen. Rund 80 Mitglieder der Dienstleistungs-Gewerkschaft ver.di machten auf den Dauerkonflikt in den Uni-Kliniken Düsseldorf aufmerksam und forderten bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet begrüßte die Demonstranten kurz und versprach, die Forderungen an NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) weiterzugeben.

  • Mit Pfiffen und Protestrufen wurden am Samstag die Gäste des CDU Neujahrsempfangs in Düsseldorf empfangen. Rund 80 Mitglieder der Dienstleistungs-Gewerkschaft ver.di machten auf den Dauerkonflikt in den Uni-Kliniken Düsseldorf aufmerksam und forderten bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet begrüßte die Demonstranten kurz und versprach, die Forderungen an NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) weiterzugeben.

  • Düsseldorf. Am Samstagmorgen, um kurz vor sechs Uhr, kam es zu einem Wasserrohrbruch in Flingern. Ein 40 cm dickes Hauptversorgungsrohr war an der Grafenberger Allee/Ecke Degerstraße gebrochen.
  • NRW-Wirtschaftsminister Dr. Andreas Pinkwart und Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel eröffnen boot 2018 am Samstag

    Mit 1.923 Ausstellern aus 68 Ländern, davon 1.085 Hersteller aus dem Ausland, ist die boot heute in 16 Hallen des Düsseldorfer Messegeländes gestartet.

    Fünf Minuten vor Beginn der boot 2018 durchschnitten Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel, boot Messepräsident Robert E. Marx und Messechef Werner Matthias Dornscheidt das Band und gaben damit um 9:55 Uhr den Startschuss für die 49. boot.

    Ab Punkt 10:00 Uhr strömten die Menschen in die Hallen. Neben den Liebhabern von Motorbooten, Luxusyachten und Segelbooten aller Klassen nutzen viele Familien inzwischen die boot im nasskalten Januar zu einem gemeinsamen Ausflug in die faszinierende Welt des Wassersports. Vor Ort locken eine Vielfalt an Mitmachaktionen wie Paddeln auf einem 90 Meter langen Flusslauf in Halle 13, Schnuppersegeln – und –tauchen in den Hallen 14 (segeln) und 3 (tauchen), Forscherstationen für Kinder und auch ältere Meeresliebhaber am Stand von love your ocean in der Halle 4, oder einmal selbst die Angelrute schwingen im Sportfishing Center in Halle 13. Eine besondere Herausforderung ist wieder die 9 Meter breite Surfwelle THE WAVE in der Halle 8a. Hier sind nicht nur die Profis am Werk, sondern auch Surfeinsteiger dürfen den Ritt auf der bis zu 1,50 m hohen Welle wagen. Seit Dezember gibt es einen großen Run auf die Surfslots auf THE WAVE und diese sind inzwischen ausgebucht.

    Erstmals können Besucher auch ihr persönliches Erinnerungsfoto von der boot Düsseldorf mit nach Hause nehmen. Vor einem sogenannten Green Screen, auf dem beeindruckende Wassersportszenen als Hintergrund erscheinen, können sich die boot Fans im Eingang Nord fotografieren lassen. In der Beach World in der Halle 8a kann das ausgedruckte Bild, auch in Postkarten-Form zum Verschicken, anschließend abgeholt werden.

  • Düsseldorf. Am Samstagmorgen, um 8.30 Uhr, ist im Düsseldorfer Hafen eine Person bei Verladearbeiten in ein Schiff gestürzt. Nach Angaben der Feuerwehr fanden die Einsatzkräfte eine Person vor, die in den Laderaum eines Schiffes gestürzt war und sich den Fuß verletzt hatte.
  • Die Düsseldorfer Stadtbahnen fahren ab dem Sommer 500 Kilometer mehr pro Abend. Das bessere Angebot soll neue Fahrgäste anlocken –  die sollen nachts auf ihr Auto verzichten und auf Bus und Bahn umsteigen.
  • Größer, luxuriöser, teurer: Auf der Messe "boot" in Düsseldorf werden mehrere Jachten der Superlative gezeigt. Kaufen können sie sich die wenigsten Menschen. Aber einmal einen Rundgang machen, zumindest virtuell? Das geht in unserem 360-Grad-Video.
  • An sieben Orten in Düsseldorf gibt es bereits Bücherschränke, in denen jeder kosten Lesestoff abgeben oder mitnehmen kann. Das Literaturbüro NRW organisiert die Bücherschränke und kümmert sich um die Pflege. Dazu werden ehrenamtliche Paten gebraucht. Aktuell wird nach Menschen gesucht, in die der Nähe des Schillerplatzes wohnen und sich um den Schrank dort kümmern wollen.

  • An sieben Orten in Düsseldorf gibt es bereits Bücherschränke, in denen jeder kosten Lesestoff abgeben oder mitnehmen kann. Das Literaturbüro NRW organisiert die Bücherschränke und kümmert sich um die Pflege. Dazu werden ehrenamtliche Paten gebraucht. Aktuell wird nach Menschen gesucht, in die der Nähe des Schillerplatzes wohnen und sich um den Schrank dort kümmern wollen.

  • Die Höhenretter der Düsseldorfer Polizei kamen am Samstagmorgen (20.1.) in Hafen zum Einsatz. Ein Arbeiter war beim Verladen in den Laderaum eines Schiffes gestürzt und wurde mit einer Korbtrage gerettet.

  • Die Höhenretter der Düsseldorfer Polizei kamen am Samstagmorgen (20.1.) in Hafen zum Einsatz. Ein Arbeiter war beim Verladen in den Laderaum eines Schiffes gestürzt und wurde mit einer Korbtrage gerettet.

  • Hohe Niederschläge lassen den Rhein aktuell wieder anschwellen. Am Sonntag könnte in Köln ein Wasserstand von sieben Metern erreicht werden. In Düsseldorf soll er am Montag auf mehr als sieben Meter steigen. 
  • Düsseldorf. Am Samstagmorgen um kurz vor sechs Uhr kam es zu einem Wasserrohrbruch in Flingern. Ein 40 cm dickes Hauptversorgungsrohr war an der Grafenberger Allee/Ecke Degerstraße gebrochen.
  • Düsseldorf. In den kommenden Tagen messen Polizei und Stadt an folgenden Stellen das Tempo. Samstag, 20. Januar: A 42 Oberhausen, A 1 Schwelm, A 524 Duisburg. Montag, 22. Januar: Büllenkothenweg, Dechenweg, Ludwig-Beck-Straße, Uedesheimer Straße, Ulmenstraße. Dienstag, 23. Januar:
  • Wegen eines Wasserrohrbruchs am Samstagmorgen ist ein Abschnitt der Grafenberger Allee gesperrt. Mitarbeiter der Stadtwerke sind mit den Reparaturarbeiten beschäftigt.
  • Kunst und Kultur können seit jeher Menschen in Begeisterung versetzen. Und obwohl das Kulturangebot in Düsseldorf groß ist, haben viele Jugendliche schlichtweg keinen Kontakt zu dieser Welt.
  • 659 Einsätze hat Sturm „Friederike“ der Düsseldorfer Feuerwehr beschert, die gestern ihre Abschlussbilanz vorlegte. Dabei handelte es sich vor allem um Bagatellschäden durch herabgefallene Dachziegel oder Äste. Im gesamten Stadtgebiet gab es keine Verletzten.
  • Nach der Tour ist vor der Band ist vor dem Album ist vor der Tour. So ungefähr, muss man vermuten, sieht das Leben einer alles andere als toten Hose aus.
  • Die „boot“ ist auf den allerersten Blick vor allem eins: sehr groß. In 16 Hallen werden die verschiedenen Facetten des Wassersports präsentiert, 1900 Aussteller sind in den nächsten zehn Tagen in Düsseldorf zu Gast.
  • Ein Wort kam Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Düsseldorf, gestern bei der Vorstellung des Konjunkturmonitors besonders oft und gerne über die Lippen: „Spitzenwert“. So beschrieb er wiederholt, wie die Unternehmen ihre eigene wirtschaftliche Lage einschätzen.
  • Knapp 1200 Bäume fielen dem Orkan am Donnerstag zum Opfer, allein 1000 davon in den Wäldern. Das Forstrevier Mitte (Grafenberger und Aaper Wald) und der Wildpark sind besonders stark betroffen.
  • Wenn ein Begriff unsere Welt bestimmt, dann ist es der: Veränderung. Das gilt für Arbeitszeiten und -welten, unser Einkaufs- und Freizeitverhalten, den Medienkonsum.
  • Der Vorstandschef der Stadtwerke Düsseldorf sagt, die Stadt braucht eine Vernetzung des Stromsektors mit dem Wärme- und Mobilitätssektor.
  • Die 34-jährige Stargeigerin gastiert am 31. Januar mit ihrem Streichquartett in der Tonhalle. Im Interview erzählt sie von ihrer neuen Internet-Plattform, von unbekannten Kompositionen und der Endlichkeit des CD-Marktes.
  • Der Schlosspark bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Das Hallenbad öffnet nicht vor Mittwoch, und in der Orangerie ist heute nur die Kinderbücherei für den Publikumsverkehr geöffnet.
  • Ende Februar läuft der Mietvertrag aus. Inhaber Martin Wilms sieht angesichts der höheren Miete keine wirtschaftliche Perspektive.
  • Die Stadtbahnen fahren ab dem Sommer 500 Kilometer mehr pro Abend. Das bessere Angebot soll neue Fahrgäste anlocken.
  • Der Trainer hat keinen Bock mehr auf die Mannschaft. Und ein teurer Sportdirektor guckt bloß zu. Für dieses Versagen im Management der Düsseldorfer EG müssen die Spieler bluten. Denkbar schlechte Ausgangsbedingungen für das Spiel beim Deutschen Meister EHC Red Bull München. Dort wurde dennoch ein Punkt entführt. Die 4:5 Niederlage (1:1, 3:2, 0:1, 0:1) kam erst in der Verlängerung. Das gibt hoffentlich Motivation für die wichtige Partie am Sonntag (21.1.) in Mannheim. Von der lahmen Trainer-Ente Mike Pellegrims ist jedenfalls ist nichts mehr zu erwarten. Er hat überhaupt nichts erreicht und geht ausgerechnet in dem Moment der Saison, in dem ein engagierter Trainer am wichtigsten wäre. Ein - Vorsicht, Ironie - prachtvoller Charakter.

  • Der Trainer hat keinen Bock mehr auf die Mannschaft. Und ein teurer Sportdirektor guckt bloß zu. Für dieses Versagen im Management der Düsseldorfer EG müssen die Spieler bluten. Denkbar schlechte Ausgangsbedingungen für das Spiel beim Deutschen Meister EHC Red Bull München. Dort wurde dennoch ein Punkt entführt. Die 4:5 Niederlage (1:1, 3:2, 0:1, 0:1) kam erst in der Verlängerung. Das gibt hoffentlich Motivation für die wichtige Partie am Sonntag (21.1.) in Mannheim. Von der lahmen Trainer-Ente Mike Pellegrims ist jedenfalls ist nichts mehr zu erwarten. Er hat überhaupt nichts erreicht und geht ausgerechnet in dem Moment der Saison, in dem ein engagierter Trainer am wichtigsten wäre. Ein - Vorsicht, Ironie - prachtvoller Charakter.

  • Durch den Eissturm Frederike ist in Düsseldorf kein Mensch verletzt worden. Soweit der Feuerwehr derzeit bekannt. Es wurde erheblicher Schaden angerichtet. Dazu ab dem nächsten Absatz vorläufige Düsseldorfer Zahlen. In Nordrhein-Westfalen kamen nach Angaben der Staatskanzlei durch den Orkan drei Menschen zu Tode. 30.000 Frauen und Männer von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst haben am Donnerstag und Freitag bei über 20.000 Einsätzen geholfen, die Folgen des Sturms zu mildern. 50.000 NRW-Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Landesweit wurden 600 sturmbedingte Unfälle gezählt.

  • Durch den Eissturm Frederike ist in Düsseldorf kein Mensch verletzt worden. Soweit der Feuerwehr derzeit bekannt. Es wurde erheblicher Schaden angerichtet. Dazu ab dem nächsten Absatz vorläufige Düsseldorfer Zahlen. In Nordrhein-Westfalen kamen nach Angaben der Staatskanzlei durch den Orkan drei Menschen zu Tode. 30.000 Frauen und Männer von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst haben am Donnerstag und Freitag bei über 20.000 Einsätzen geholfen, die Folgen des Sturms zu mildern. 50.000 NRW-Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Landesweit wurden 600 sturmbedingte Unfälle gezählt.

  • Code+Design FeMale’s CampCoding ist nur was für das männliche Geschlecht? Falsch! Das code+Design FeMale’s Camp zeigt dir, dass Programmieren etwas für jeden ist. Bei dem Camp lernst du, das Codieren von Apps, Künstlicher Intelligenz oder auch Games – und auch erstes Wissen zum Thema Gründen wird dir vermittelt. Vorwissen ist nicht nötig, hier finden Anfänger wie auch Fortgeschrittene ihren Platz. Organisiert wird das Camp von der Initiative Code + Design. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Jugendliche für digitale Technologien und Berufe zu begeistern. Vor allem Mädchen und Frauen dürfen sich von diesem Angebot angesprochen fühlen, schließlich ist Coding keine Männersache. Was passiert vor Ort? Das Code+Design FeMale’s Camp findet vom 16. – 18. März 2018 im STARTPLATZ Düsseldorf statt und wird in Zukunft bundesweit angeboten. Mädchen und Jungs sowie junge Frauen und Männer zwischen 15 und 25 Jahren arbeiten drei bis vier Tage lang an Hard- und Software-Projekten unter der Anleitung von professionellen Coaches. Und nochmal: Für die Teilnahme ist keine Programmiererfahrung notwendig.STARTPLATZ DüsseldorfJeweils 09:00 bis 21:00 UhrKostenbeitrag: 50€ (Versorgungskostenbeitrag für Vollverpflegung)Anmeldung unter femaleinnovationhub.de oder code.design/home
  • Coding ist nur was für das männliche Geschlecht? Falsch! Das code+Design FeMale’s Camp zeigt dir, dass Programmieren etwas für jeden ist. Bei dem Camp lernst du, das Codieren von Apps, Künstlicher Intelligenz oder auch Games – und auch erstes Wissen zum Thema Gründen wird dir vermittelt. Vorwissen ist nicht nötig, hier finden Anfänger wie auch Fortgeschrittene ihren Platz. Organisiert wird das Camp von der Initiative Code + Design. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Jugendliche für digitale Technologien und Berufe zu begeistern. Vor allem Mädchen und Frauen dürfen sich von diesem Angebot angesprochen fühlen, schließlich ist Coding keine Männersache. Was passiert vor Ort? Das Code+Design FeMale’s Camp findet vom 16. – 18. März 2018 im STARTPLATZ Düsseldorf statt und wird in Zukunft bundesweit angeboten. Mädchen und Jungs sowie junge Frauen und Männer zwischen 15 und 25 Jahren arbeiten drei bis vier Tage lang an Hard- und Software-Projekten unter der Anleitung von professionellen Coaches. Und nochmal: Für die Teilnahme ist keine Programmiererfahrung notwendig.STARTPLATZ DüsseldorfJeweils 09:00 bis 21:00 UhrKostenbeitrag: 50€ (Versorgungskostenbeitrag für Vollverpflegung)Anmeldung unter femaleinnovationhub.de oder code.design/home
  • Sebastian Matthias ist immer auf der Suche nach dem gemeinsamen Groove zwischen Tänzerinnen, Tänzern und Publikum. In "Intergalactic Underwater Palace" sind diese es Kinder und das Treffen findet in einer gemeinsamen Welt statt, die gleichzeitig am Meeresgrund und im Weltall liegt.Hier leben Tintenfische und Marsmännchen gemeinsam. Die Tänzerinnen und Tänzer erwecken diese fantastische Welt zum Leben und laden dazu ein, sich gemeinsam zu bewegen. Die Musikerin Ida Lundén komponiert live mit Objekten, die futuristisch aus ihrem Kostüm äugen, sowie mit anderen Elektronika den passenden Soundtrack für diesen intergalaktischen Unterwasserpalast.Die Show dauert ungefähr 40 Minuten. Unter 27-Jährige zahlen 8,50 Eintritt. Tickets gibt es unter tanzhaus-nrw.de.Der Termin findet statt am:Sa.: 03. März 15 UhrSo.: 04. März 15 Uhr
  • Eine Gruppe ganz unterschiedlicher Menschen trifft sich in einem Raum. Sie alle kommen zur Performance, aber wo sind die Tänzer? Es fängt ein älterer Mann an zu tanzen, dann ein Kind. Die Sitznachbarn machen mit. Sind das nun die Tänzer?Wer ist hier eigentlich Publikum und wer teil der Show? Fragen über Fragen. Aber genau darum soll es gehen: Wie kann das Publikum Ko-Autor einer Performance werden? Nach einer intensiven Forschungsphase entwickelt sich eine altersübergreifende Gruppe aus Performerinnen, Performern und Publikum. Sie suchen mittels zeitgenössischem Tanz nach einer neuen Art des Zusammenlebens und der Begegnung. Wer führt an? Wer passt sich an? Können unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen, Sprachen und Ideen zu einem gemeinsamen Kunstwerk werden?Die Erstaufführung dauert ungefähr 60 Minuten. Die Tickets kosten für alle unter 27 Jahre 8,50 Euro. Ihr erhaltet die Tickets unter tanzhaus-nrw.de.Termin findet statt am:Fr.: 02. März 10 UhrFr.: 02. März 13 UhrSa.: 03. März 18 Uhr
  • Düsseldorf nennt sich selbst gerne eine Kulturstadt. Die Anzahl an kulturellen Institutionen ist riesengroß, ebenso wie verschiedene Programme, die an alle Altersgruppen gerichtet sind. Dennoch sind es überwiegend ältere Menschen, die man in Museum, Theater und co. findet. “Spreng den Rahmen…“ Seien wir mal ehrlich – vielen von uns läuft es doch schon kalt den Nacken runter, wenn wir Worte wie Kultur überhaupt hören. Da kommen Erinnerungen an Klassenausflüge hoch, bei denen man immer ruhig sein musste und sich irgendeinen Quark über längst verstorbene Künstler anhören. Im Bestfall waren diese Erlebnisse nach 2 Stunden wieder vorbei und man konnte frühzeitig nach Hause. Das Kultur alles andere als langweilig, steif und überaltet ist, will der Jugendrat mit seiner Kampagne “mit herzblut“ zeigen. Hierfür wurden acht jugendliche Repräsentanten ausgewählt, die mit Leidenschaft in den Institutionen Düsseldorfer Schauspielhaus, Freies Forum Theater, Museum Kunstpalast, Deutsche Oper am Rhein, tanzhaus nrw, Tonhalle Düsseldorf, Junges Schauspielhaus und zakk tätig sind. Sie nehmen an verschiedenen Freizeitangeboten teil, spielen Theater, malen, schreiben und tanzen. Ihre Leidenschaft für die jeweilige Tätigkeit repräsentieren sie in acht kurzen Videos, die ihr euch auf www.mitherzblut.club ansehen könnt. “Hier habe ich nicht nur zum Theater gefunden, sondern auch einen Teil von mir selber.“ Lilli ist Repräsentantin des Jungen Schauspielhauses. Sie steht seit sie 12 ist auf der Bühne und kann sich seither keinen schöneren Ort auf der Welt vorstellen. Viele Freunde hat sie dort gefunden, schöne Stunden verbracht und Erinnerungen gesammelt. “Einmal zum Beispiel haben wir im Schauspielhaus übernachtet und im Foyer eine riesige Kissenschlacht gemacht, das habe ich bis heute nicht vergessen“ lacht die Schülerin. Neben den Videos können ab nächster Woche in der ganzen Stadt Plakate der Kampagne betrachtet werden. Diese zeigen die Jugendlichen in ihrer Institution, kombiniert mit einem Spruch der zu ihrer Tätigkeit passt. “Mach ´n Drama draus…“, “Spreng den Rahmen…“ oder auch “Tanz oder gar nicht…“ sollen das Interesse der Betrachter wecken und neugierig auf das Projekt machen. Warum das alles? Die Kampagne ist natürlich nicht nur dazu da, um die Kulturinstitutionen in den Himmel zu loben. Mit einem Club, dem jeder zwischen 14 und 21 Jahren kostenlos beitreten kann, soll eine Verbindung von den Kulturinstitutionen zu den Jugendlichen geschaffen werden. Mit anderen Clubmitgliedern zusammen besteht die Chance, einfach mal in die verschiedenen Institutionen reinzuschnuppern. Für kleines Geld können Theater- und Tanzaufführungen, Museumsausstellungen, Poetry Slams und Konzerte besucht werden. Sowohl die Repräsentanten als auch die Jugendratsmitglieder werden bei den Veranstaltungen mit dabei sein. Lilli freut sich schon sehr darauf. “Ich werde auf jeden Fall versuchen, alle Angebote wahrzunehmen, und finde es cool das der Club mir die Möglichkeit dazu gibt.“ Alle Veranstaltungen findet ihr unter https://www.mitherzblut.club/kopie-von-wir-sind. 
  • Mehr Demokratie und Teilhabe, weniger Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit – das alles wird nun auch im Ehrenamt gefördert: Die NaturFreunde in NRW bilden nun Stärkeberater*innen aus. An vier Wochenenden lernen engagierte, junge Menschen wie demokratischer Zusammenarbeit in Gemeinschaften aussehen kann.Unter dem Motto "Zusammenhalt durch Teilhabe" lernen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie ein gutes Konfliktmanagement, systemische Beratung und Moderation funktioniert. Dabei wird vermittelt, wie Teams motiviert werden können und und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wird.  Darüber hinaus werden Methoden zur Durchführung von Projekten besprochen – perfekt für all diejenigen, die selbst in einem Ehrenamt aktiv sind. Das Seminarreihe findet an vier Wochenenden statt:Engagement stärken 29.06. – 01.07. 2018 NaturFreundeHaus VilleHaus Hürth Erfolgreich kommunizieren 06.07. – 08.07. 2018 NaturFreundeHaus Teutoburg Bielefeld Konflikte lösen 14.09. – 16.09. 2018 NaturFreundeHaus Mollseifen Winterberg – Mollseifen Beratungsfälle meistern 09.11. – 11.11. 2018 Ferienzentrum Lieberhausen e.V. Käte Strobelhaus Gummersbach Du willst mehr wissen? Dann melde dich bei:Dr. Talin KalatasProjektleiterin Stärkenberatung NaturFreunde NRWAlbertstr. 7840233 DüsseldorfTel.: 0211-56649996
  • Der Orkan „Friederike“ hat in Düsseldorf über 1000 Straßenlaternenzerstört. Nach heutigem Stand sind circa 800 Gasleuchten und etwa 250 elektrische Leuchten defekt, viele hiervon teilweise oder vollständig zerstört. 

    Während die Instandsetzung der strombetriebenen Leuchten relativ unkompliziert ist, sind die Schäden an den Gasleuchten schwieriger zu beheben. Hier sind in fast allen Fällen die Leuchtenköpfe beschädigt oder zerstört. 

    Selbst mit Hilfe von Fremdunternehmen, die von der Netzgesellschaft angefordert wurden, werden die Reparaturen voraussichtlich bis Ende der kommenden Woche in Anspruch nehmen.

    Bürger können Schäden unter 0211-8218241 melden.

  • Die niederländische Choreografin Alida Dors, bekannt für ihre beeindruckenden Stücke zwischen HipHop und zeitgenössischem Tanz, fragt in ihrer neuen Performance nach der Moral und Verantwortung des Einzelnen in Zeiten von Populismus und Fanatismus. Hierfür hat sie sich von dem antiken ägyptischen Gleichnis, der "Feder der Maat", inspirieren lassen: Das Gewicht des Herzens, aufgewogen gegen die "Feder der Maat", besagt, ob sich der Mensch auf ein ewiges Leben freuen darf oder einen zweiten Tod sterben muss. Zusammen mit vier HipHop-Tänzer*innen und zwei Opernsänger*innen schafft Alida Dors in "Speak Up!" ein neues Ritual, bei dem die Verantwortung für die eigenen Taten im Mittelpunkt steht. Zwischen experimentellem Musiktheater, urbanem und zeitgenössischem Tanz rufen sich sechs junge Menschen gegenseitig zur Verantwortung: Bist du stolz darauf, wer du bist? Stell dir vor, dass dein Herz später von einer höheren Macht gewogen wird: Würdest du genauso handeln wie jetzt? Alida Dors arbeitet mit ihrer Kompanie BackBone seit ihrer Vorstellung "Living apart and together" 2013 intensiv mit dem tanzhaus nrw zusammen. Nach "Harvest", "Built for it" und "True Colors" ist "Speak Up!" die fünfte Vorstellung, die im tanzhaus nrw zu sehen ist. Alida Dors entwickelte eine eigene Handschrift, die von der Zweisprachigkeit aus urbanem und zeitgenössischem Tanz und von der Begegnung mit anderen Disziplinen geprägt ist.Dauer: 60 Min. / So 17:00 Physical Introduction / So anschl. GesprächSo 25.02. 18:00 Uhr *Dieses Stück wird von dem Jugendclub "mit herzblut" besucht. Ihr bekommt vergünstigte Karten und lernt andere Leute kennen. Was genau sich dahinter verbirgt erfahrt ihr unter www.mitherzblut.club.
  • "Quäle die Heldin!" Dieses Motto des französischen Schriftstellers Victorien Sardou, dessen Drama "La Tosca" Giacomo Puccini (1858–1924) vertonte, gilt auch für die gleichnamige Oper. Die nur für ihre Kunst lebende Sängerin Floria Tosca wird in die Ränkespiele des lüsternen Barons Scarpia verwickelt. Will sie ihren Geliebten Cavaradossi vor Folter und Tod bewahren, muss sie dem Drängen Scarpias nachgeben. Unter der Bedingung, dass der Baron ihr und Cavaradossi sicheres Geleit zusichert, verspricht Tosca, sich ihm hinzugeben. Als Scarpia sie vergewaltigen will, erdolcht sie ihn. Doch Scarpia hat sie belogen, Cavaradossi stirbt und Tosca bleibt allein zurück. Dietrich Hilsdorfs packende Inszenierung garantiert in der dramatischen Konfrontation der liebenden Sängerin mit Scarpias Polizeistaat einen "außergewöhnlich guten, spektakulären Opernabend, der den Opernbesucher sicherlich auch nach dem Fallen des Vorhangs weiterbeschäftigt" (Peter Bilsing, Der Opernfreund).*Dieses Stück wird von dem Jugendclub "mit herzblut" besucht. Ihr bekommt vergünstigte Karten und lernt andere Leute kennen. Was genau sich dahinter verbirgt erfahrt ihr unter www.mitherzblut.club.
  • Zwei junge Menschen aus verfeindeten Häusern entbrennen in Liebe zueinander, werden von der Familienfehde eingeholt und enden – nach einigen bösen Zufällen und sagenhaft schiefgehenden Rettungsaktionen – im gemeinsamen Selbstmord. Was Shakespeare aus diesem simpel scheinenden, fast kolportageartigen Stoff vor über vierhundert Jahren machte, gilt bis heute als Muster und Maßstab der romantischen Liebe, in der Kunst wie im Leben. Im feindlichen Umfeld des Veroneser Bandenkriegs wachsen Romeo und Julia über sich hinaus, denn nur hier kann sich die alles sprengende Kraft ihrer Liebe entfalten – in der Bereitschaft zu sterben. Die Regisseurin Bernadette Sonnenbichler inszenierte u.a. in Graz, Aachen und am Residenztheater München. Für ihre Hörspielproduktionen wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Mit Beginn der Saison 2016/17 wird sie Hausregisseurin am Düsseldorfer Schauspielhaus.*Dieses Stück wird von dem Jugendclub "mit herzblut" besucht. Ihr bekommt vergünstigte Karten und lernt andere Leute kennen. Was genau sich dahinter verbirgt erfahrt ihr unter www.mitherzblut.club.
  • Normal? Nein, normal fühlt man sich nicht, wenn man gerade 17 Jahre alt ist und mit einer chaotischen Mutter und einer verschlossenen Zwillingsschwester in einem verfallenen Haus am Stadtrand zusammenlebt. Was immer ein normales Leben auch sein mag, Phil hat es nie kennengelernt. Um ihn herum sind ungewöhnliche Menschen versammelt: seine Mutter Glass, die einen merkwürdigen Zauber auf Menschen ausüben kann; seine Zwillingsschwester Diane, schroff und eigenwillig. Und schließlich Nicolas, der Unerreichbare, in den Phil sich unsterblich verliebt. Eines ist sicher: Dieses Jahr wird über seine Zukunft entscheiden …Andreas Steinhöfel erzählt von der ersten großen Liebe. Mit dem ihm eigenen magischen Realismus hat er ein heutiges Märchen über die Suche nach Orientierung in einer Welt ohne Wegmarken geschaffen. "Die Mitte der Welt" handelt von dem Sommer, in dem Phil, seine beste Freundin Kat und sein Schwarm Nicolas erwachsen werden. Der Roman wurde 2016 für das Kino verfilmt und gilt mittlerweile als Klassiker der Jugendliteratur. Steinhöfel hat für sein Gesamtwerk, zu dem u. a. "Rico, Oskar und die Tieferschatten" oder "Anders" zählen, 2013 den Deutschen Jugendliteraturpreis erhalten.*Dieses Stück wird von dem Jugendclub "mit herzblut" besucht. Ihr bekommt vergünstigte Karten und lernt andere Leute kennen. Was genau sich dahinter verbirgt erfahrt ihr unter www.mitherzblut.club.
  • Ein 28-jähriger Mann ist am frühen Donnerstagmorgen in Düsseldorf in eine Apotheke eingebrochen. Dabei wurde er von der Polizei überrascht. 
  • Am Donnerstagabend hat ein Mann einen Supermarkt an der Derendorfer Straße in Düsseldorf überfallen und mehrere Hundert Euro erbeutet. Eine Mitarbeiterin soll er mit einem Messer bedroht haben.
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    Wie wir in Erkrath-Hochdahl einen Superlativ unterqueren / Wie wir keinen Eisvogel sehen / Und wie sich Neandertalwiesen schmatzend gegen illegale Begehungen wehren

    Wir sitzen im Auto und unterqueren einen Superlativ. Er steht auf einer Eisenbahnbrücke und lautet: „Steilste Eisenbahn-Hauptstrecke Europas bis 1981“.

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    „Tja“, sagt mein bester Freund P. „Da war Erkrath mal stolzer Europameister, und dann klaut 1981 einfach ein anderer den Titel.“

    „Haben sie aber gut gelöst, die Erkrather Superlativ-Beauftragten“, sage ich.

    „Na ja“, sagt P. „Ein Bisschen konstruiert, oder?“

    „Konstruiert, aber sympathisch“, sage ich. „Die hatten sich eben an den Rekord so sehr gewöhnt, dass sie ihn behalten wollten.“

    „Und warum haben Sie nicht einfach Zweitsteilste Eisenbahnstrecke Europas geschrieben?“

    „Weil sie den Superlativ dann früher oder später in Drittsteilste Eisenbahnstrecke Europas hätten ändern müssen. Das wäre zu teuer geworden. Aber wenn da bis 1981 steht, ist es ein Rekord für die Ewigkeit.“


    Während wir auf der Landstraße am Rande von Erkrath-Hochdahl dem Neandertal entgegenfahren, zückt P. sein iPhone und googelt (keine Sorge er ist der Beifahrer!). Ein paar Sekunden später zitiert er einen Artikel der Rheinischen Post:

    Die steilste Eisenbahn-Hauptstrecke Europas vermutet man vielleicht in den Alpen oder einem anderen großen Gebirgszug, nicht jedoch zwischen dem Bergischen und dem Rheinland. Und doch hielt ein Teilabschnitt der Eisenbahnstrecke Düsseldorf-Elberfeld diesen Rekord über 140 Jahre lang: Der Streckenabschnitt zwischen Erkrath und dem Erkrather Stadtteil Hochdahl hat bei einer Länge von 2449 Metern eine Höhendifferenz von rund 82 Metern. Die Steigung der schnurgeraden Bahnstrecke beträgt 33 Promille.“

    „Wäre jetzt natürlich interessant zu erfahren, wer den Erkrathern den Rekord abgejagt hat“, sage ich.

    P. zitiert weiter:

    Erst 1981 wurde in Frankreich die Hochgeschwindigkeitsstrecke Süd-Ost zwischen Paris und Lyon eröffnet, die zum Teil eine Steigung von bis zu 35 Promille aufweist und somit den Rekord ablöste.“

    Wir fahren die Serpentinen Richtung Neanderthal-Museum und parken auf dem Parkplatz vor dem Lokal Neanderthal No. 1. Wer die dieser vorangehende (Doppel)Folge verfolgt hat, weiß mehr – unter anderem auch, dass P. nicht mit von der Partie war.

    Ist also alles neu für ihn hier: Wir spazieren flussaufwärts am rechten Ufer der Düssel entlang.

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    Beim letzten Mal haben die Gast-Flaneurin und ich ungefähr 1,5 Kilometer von dieser Stelle entfernt den Rückweg angetreten. Eigentlich beginnt unsere heutige Etappe also erst dort so richtig. Ich kenne den Weg schon, mein bester Freund P. noch nicht. Ein Aufkleber am Rande des Weges verrät, wo wir uns befinden:

    „Neanderlandsteig. Entdeckerschleifen. Evolutionspfad Romantisches Düsseltal”

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    Das Düsselbett schimmert zwischen den Bäumen. Im Frühjahr oder Sommer würden wir unser Flüsschen vom Spazierweg aus wohl gar nicht sehen. Wir spazieren erst an dem verlassenen Haus vorbei, passieren danach die Steinzeitwerkstatt und die Stationen des Skulpturenpfads – und landen dann am Tarpan-Gehege.

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    Diesmal tummeln sich hier tatsächlich einige Exemplare der eiszeitlichen Wildpferde. P. fotografiert sie. Mich fasziniert aber eher das Wandgemälde an der Außenwand des Stalls. Dort ist neben anderen Tieren auch ein Eisvogel zu sehen

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    „Habe ich dir erzählt“, beginne ich, „dass in den letzten Wochen insgesamt drei Leser auf der facebook-Seite zum Blog geschrieben haben, sie hätten mitten in der Stadt einen Eisvogel gesehen?“ (nachzulesen hier und dort)

    „Ist das was Besonderes?“, fragt P.

    „Alter“, sage ich, „der Eisvogel – das ist so eine Art Superstar unter den seltenen Vogelarten. Er ist extrem selten, sieht super aus und kommt nur dort vor, wo es genügend Kleinfische als Beute gibt. Ich habe einmal einen am Brückerbach gesehen, dort und im Südpark gibt es wohl genauso wie am Unterbacher See eine kleine Population. Aber in der Stadt?! Das ist schon ziemlich sensationell.“

    „Und wo in der Stadt?“

    „Also, Corneliusstraße oder Schadowstraße werden es wohl nicht gewesen sein. Die gemeldeten Sichtungen waren an der Südlichen Düssel, Höhe Karolingerstraße, sowie in Derendorf, in der Nähe dieser gelben Brücke, wo die Nördliche Düssel renaturiert worden ist.“

    „Schön“, sagt P., „aber dann waren die Eisvögel wahrscheinlich nur auf Wanderschaft, an der Düssel entlang, aber im Gegensatz zu uns eben nicht flussaufwärts, sondern flussabwärts.“ Er winkt ab: „Schön, dass sie da sind, aber ich habe zu Vögeln kein Verhältnis, ebenso wenig zu Fischen. Du bist hier der Fischförster, ich nicht.“

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    Weiter. Entlang des Tarpan-Geheges. Richtung: Gruiten-Dorf.

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    Die Düssel verläuft in circa Hundert Metern Entfernung, unerreichbar. Das heißt: Theoretisch könnten wir natürlich versuchen, uns bis an ihr Ufer durchzuschlagen. Über Wiesen, über Zäune, durchs Unterholz. Immer so nah wie möglich am Ufer: In Düsseldorf war das noch unsere Devise – aber da war es auch leichter. Seit wir am Rande von Düsseldorf-Gerresheim in den „Erkrather Urwald“ eingedrungen und mit Schlamm bespritzt und zerkratzt wieder herausgekommen sind, sehen wir es lockerer: Keine illegalen Begehungen mehr. Hauptsache wir folgen – irgendwie – dem Verlauf unseres Flüsschens. Am Ende der eingezäunten Tarpan-Wiese kommen wir ihm wieder näher. Doch uns trennen immer noch Zäune und Tore.

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    Als nächste Tierart sind die Auerochsen dran, von denen allerdings keiner auftaucht – weder im Stall, noch auf der breiten Talwiese, auf die fortan unser Blick vom Wegesrand aus fällt. Die Düssel? Wie gehabt: Auf der anderen Talseite, das Gehege begrenzend.

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    Endlich kommen wir an die Stelle, wo der Rundweg um das Eiszeitliche Wildgehege nach rechts abzweigt. Würden wir ihm fünfzig Zick-Zack-Meter folgen, kämen wir an die Düssel-Brücke, wo ich beim letzten Mal umgekehrt bin. In diesem Sinne geht es diesmal geradeaus weiter: Der „offizielle“ Beginn der heutigen Etappe. Ein Wegweiser zeigt die Richtung:

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    Als wir Fotos machen, überholt uns ein Vater mit Baby im Tragebeutel. Ansonsten: Ziemlich einsam im Neandertal an diesem dunstig-trüben Vormittag im Januar.

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    „Man kann die gute Luft hier nicht früh genug atmen“, sagt P. in seinem typischen P.-Ironie-Modus. Ernst meint er das aber trotzdem. Wahrscheinlich klingt P. sogar dann ironisch, wenn er seiner Frau sagt, dass er sie liebt. Jedenfalls:Wenn er hier in der Nähe wohnen würde, wäre er der erste gewesen, der mit seinen Tragebeutel-Kindern Kilometer für Kilometer durchs Neandertal marschiert.

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    Nun verläuft der Weg leicht bergauf. Ein Fahrradfahrer kommt uns entgegen und grüßt. Zwischen uns und der Düssel: Die Talwiese. Dann gabelt sich der Weg, wir nehmen die Abzweigung, die am Rande der Wiese verläuft. Die Wiese wird schmaler, die Düssel kommt näher. Da! Zwischen den blätterlosen Bäumen können wir sie erkennen.

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    P. schießt einige Fotos. Auffallend: Um diese Jahreszeit gibt es hier nur drei Grünsorten: Moosgrün, Efeugrün, Wiesengrün. Das mag sich trist anhören, hat aber seinen Reiz. Man kann mit den Blicken tiefer in den Wald eindringen, nimmt die Landschaft anders wahr, als wenn man von einer quasi durchgehend „grünen Wand“ umgeben ist.

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    Die Düssel mäandert am Waldrand durch die Wiese. Darf so sein, wie sie möchte. Das bilden wir uns zumindest ein. An einer Stelle der Wiese fehlt der Stacheldrahtzaun. Ich schaue P. an, P. grinst. Er weiß, was ich vorhabe. „Geh alleine“, sagt er. „Ich habe keinen Bock auf die Matsche.“

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    „Matsche?“, sage ich. „Quatsch, das ist eine ganz normale Wiese, allenfalls ein Bisschen feucht.“ Und als ich den Satz zu Ende gesprochen haben, bin ich bereits auf dem Weg zur Düssel. Vor mir liegen circa 30 Wiesen-Meter. Wenn wir der Düssel im Neandertal schon nicht direkt am Ufer folgen können, so möchte ich mich doch zumindest für einen Moment so nahe wie möglich an ihrem Ufer aufhalten. Fast habe ich es geschafft. Mein Status: Kurz vor dem Einsinken, aber noch keine „Matschschuhe“. Kurz bevor ich die die Düssel erreiche, wird der Boden feuchter und weicher, und ich gehe schneller.  Der Kommentar der Wiese: Sie schmatzt im Takt mit, Schritt für Schritt. Jeder Schmatzer ist eine Ermahnung, und beim letzten Schritt sinke ich tatsächlich so weit ein, dass Wasser in meinen Schuh gelangt. Ich lerne: Das „Ordnungsamt“ des Neandertals bestraft das Verlassen des Weges mit nassen Socken. Immerhin bekomme ich für meine Grenzverletzung eine „Belohnung“: Ich stehe am Rande der stacheldrahtbegrenzten Düssel und mache Fotos. Besonders gefällt mir die schmale, von einem größeren und mehreren kleinen Bäumen bestandene Insel. Wäre es Sommer und wäre ich ein Kind, dann hätte mich nichts davon abhalten können, auf eben diese Mini-Insel zu gelangen. Der ideale Ort für ein Bandenhauptquartier!

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    Zurück – und weiter den regulären Weg entlang, einen kleinen Bach passierend. Fotos hier, Fotos da. In der Nähe steht eine Infotafel, auf der die Düssel gewürdigt wird: Wie sie Landschaft gestaltet, wer in ihr lebt, und so weiter. So etwas müsste es auch in Düsseldorf geben, an die dortige Situation angepasst. Denn die Bachforellendichte in Bilk oder Derendorf dürfte wohl eine andere sein als hier im Neandertal.

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    Kurz darauf die nächste Infotafel, diesmal widmet sie sich dem Buchenwald. Derweil entfernt sich das Bett der Düssel wieder, verläuft am Rande einer Wiese, mehr oder weniger parallel zum Weg.

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    Wir spazieren ein wenig hoch und ein wenig herunter, und dann gelangen wir an einen Abschnitt, wo das Düssel-Ufer unmittelbar an den Spazierweg grenzt. In der Mitte des Flusses: Eine Insel, diesmal deutlich größer, mit diversen Bäumen auf ihr und zum Weg hingewandt von einer alten Backsteinmauer begrenzt. Auf einem Schild lesen wir, was es damit auf sich hat: Es handelt sich um den Rest eines Flößwehrs aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, mit dem Düsselwasser auf die angrenzenden Felder umgeleitet wurde.

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    So ist auf dem Schild zu lesen: „Seit Jahrhunderten bewässerten die Bauern Wiesen, um die Heuernte durch die düngende Wirkung des Bachwassers zu steigern. Denn es gab noch keinen Kunstdünger. Die Bäche hingegen waren nährstoffreich, da die Haus- und Gewerbeabwässer meist ungeklärt in die Bäche geleitet wurden.“

    „Das bedeutet ja anscheinend“, sage ich, „dass die Leute damals unter anderem ihre Scheiße in die Düssel geleitet haben.“

    „Kunstdünger oder Scheiße“, sagt P. mit seiner P.-Ironie. „Das ist hier die Frage.“

    „Mich würde ja mal interessieren, wie dieser Cocktail damals den Forellen geschmeckt hat. Ich habe irgendwo gelesen, die Düssel im Neandertal sei für ihren Fischreichtum berühmt gewesen.“

    „Wahrscheinlich hatten die nichts gegen ein paar Nährstoffe.“ P. macht ein grunzendes Geräusch. „Gut, dass wir hier wieder mal die ganz großen Themen verhandeln.“ Er schaut auf seine Uhr. Also, langsam sollten wir vielleicht umkehren, ich habe nicht ewig Zeit.“

    Hatte ich eigentlich schon erzählt, dass wir uns vorgenommen hatten, heute bis zu einem Punkt zu gelangen, in dessen Nähe wir beim nächsten Mal unkompliziert parken können? Um zu vermeiden, dass wir – wie heute – eine Strecke zum zweiten Mal abwandern müssen.

    „Komm“, sage ich, also wir einen Teich erreichen, in dessen Mitte eine Weide auf einer Insel thront. „Da vorne ist ein Haus, da muss es auch eine Straße geben. Bis dahin gehen wir noch, und das war´s dann für heute.“

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    Wir erreichen ein Fachwerkhaus, wir erreichen einen asphaltierten Weg, und wir erreichen die Düssel, die von eben diesem Weg mit Hilfe eine Brücke überquert wird. Ich schaue aufs Smartphone: Laut Google Maps müsste es sich um die Verlängerung des aus Hochdahl-Millrath kommenden Höhenwegs handeln: Unser heutiger Endpunkt, unser künftiger Startpunkt. Gemerkt, ein paar Fotos gemacht, umgekehrt. Bis zum nächsten Mal!

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    P.S. Einen Eisvogel haben wir im Neandertal übrigens nicht gesehen – was sicher auch mit dem zu tun hat, was Tante Wikipedia zu erzählen weiß (womit auch die im Herbst in Bilk und Derendorf gesehenen Eisvögel zu erklären wären):

    Während die Altvögel meistens auch außerhalb der Brutsaison in ihren Revieren bleiben, streifen die selbstständigen Jungvögel auf der Suche nach einem geeigneten Gebiet ungefähr von Juli bis Mitte Oktober umher. Die Wanderungen können wenige bis 1000 Kilometer umfassen. Dabei legen Weibchen meist größere Entfernungen zurück als Männchen. Die Jungen aus Zweit- und Drittbruten legen häufig längere Wanderungen zurück. Haben sie ein Revier für den Winter gefunden, wird es in Hinblick auf die Gewässer und die Umgebung erkundet. Auf die Eignung als Brutrevier in der nächsten Brutsaison wird es unter anderem durch Besuche in Brutrevieren anderer, noch späte Bruten aufziehender Vögel, beurteilt. Ab November stellen sie größere Ortsbewegungen ein und nehmen in Erwartung des kommenden Winters von knapp 40 Gramm im Spätsommer auf 44 bis 46 Gramm zu.